AFCA_2019

Wien/Leipzig, 16. Oktober 2019

Im vierten Wettbewerbsjahr zeigen sich die größten österreichischen Unternehmen in Sachen Kapitalmarktkommunikation stabil.

I. Stolze Sieger

Der ‚Austrian Financial Communications Award‘ wird jährlich vom Lehrstuhl Accounting and Auditing der HHL Leipzig Graduate School of Management unter Leitung von Prof. Dr. Henning Zülch und dem Hamburger Beratungsunternehmen Kirchhoff Consult in Kooperation mit dem Cercle Investor Relations Austria (CIRA) ausgelobt. Die feierliche Preisverleihung findet auch in diesem Jahr erneut im Rahmen der CIRA-Jahreskonferenz am 16. Oktober 2019 im Hotel Sofitel in Wien statt.

Der Wettbewerb kürt seit 2016 die Unternehmen des österreichischen Leitindex ATX sowie (seit 2018) des ATX Prime auf der Grundlage des in Leipzig entwickelten RIC-Modells hinsichtlich der Güte ihrer Finanzkommunikation in den Bereichen ‚Reporting‘, ‚Investor Relations‘ und ‚Capital Markets‘.

Die höchste Bewertung im Wettbewerbsjahr 2019 erhielt mit 67,93 Punkten im Gesamtranking die OMV AG, die sich schon im Vorjahr mit 60,27 Punkten den zweiten Platz sichern konnte. Auch die Raiffeisen Bank International AG (65,80 Punkte), die Strabag SE (63,17 Punkte), die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG (61,68 Punkte) sowie die Österreichische Post AG (61,37 Punkte) zählen zu den Top-Kommunikatoren des österreichischen Kapitalmarkts.

II. Harte Konkurrenz

Ein Blick auf die Entwicklung der Ergebnisse seit 2016 zeigt zudem: Das Level der Kapitalmarktkommunikation unter den größten kapitalmarktorientierten Unternehmen Österreichs ist stabil. So erreichen die untersuchten Unternehmen in diesem Jahr im Durchschnitt eine Gesamtwertung von etwa 52 Punkten, einen Punkt mehr als im letzten Spitzenjahr 2017. Für den Kapitalmarktexperten Zülch und sein Team dennoch kein Grund zum Feiern. „In Deutschland, wo wir unsere Analyse seit 2014 mit den größten 160 kapitalmarktorientierten Unternehmen durchführen, haben wir in den letzten Jahren einen deutlicheren Aufwärtstrend festgestellt. Dieser bleibt in Österreich bislang aus.“, so Zülch. Auch was das Gesamtniveau angeht, sei weiterhin einiges aufzuholen: „Bei derart unterschiedlichen Grundgesamtheiten – 160 Unternehmen in Deutschland versus 40 Unternehmen in Österreich – muss man mit direkten Vergleichen vorsichtig sein. Und dennoch: Nach den Zahlen steht Österreich heute dort, wo Deutschland 2014 stand; und wo Österreich 2017 selbst schon einmal war.“

Ein Blick auf die Entwicklung der Ergebnisse seit 2016 zeigt zudem: Das Level der Kapitalmarktkommunikation unter den größten kapitalmarktorientierten Unternehmen Österreichs ist stabil. So erreichen die untersuchten Unternehmen in diesem Jahr im Durchschnitt eine Gesamtwertung von etwa 52 Punkten, einen Punkt mehr als im letzten Spitzenjahr 2017. Für den Kapitalmarktexperten Zülch und sein Team dennoch kein Grund zum Feiern. „In Deutschland, wo wir unsere Analyse seit 2014 mit den größten 160 kapitalmarktorientierten Unternehmen durchführen, haben wir in den letzten Jahren einen deutlicheren Aufwärtstrend festgestellt. Dieser bleibt in Österreich bislang aus.“, so Zülch. Auch was das Gesamtniveau angeht, sei weiterhin einiges aufzuholen: „Bei derart unterschiedlichen Grundgesamtheiten – 160 Unternehmen in Deutschland versus 40 Unternehmen in Österreich – muss man mit direkten Vergleichen vorsichtig sein. Und dennoch: Nach den Zahlen steht Österreich heute dort, wo Deutschland 2014 stand; und wo Österreich 2017 selbst schon einmal war.“

III. Klare Stellhebel

Trotzdem spricht Zülch den österreichischen Unternehmen Mut zu. So beobachte man im deutschen Wettbewerb erstmals seit sechs Jahren eine leichte Stagnation der Gesamtergebnisse. „Für deutsche Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, sich gegenüber dem Markt durch Ihr Reporting positiv voneinander abzugrenzen.“, erklärt Zülch. Und genau hier könnten die österreichischen Unternehmen angreifen: „In Österreich gibt es in Sachen Reporting und Investor Relations noch viele Low-Hanging-Fruits zu ernten – in ein, zwei Jahren auf ein ähnlich hohes Niveau gleichzuziehen erscheint machbar – wenn man jetzt die richtigen Stellhebel im Kommunikationsverhalten bedient!“

Beim Ausbau ihrer Kapitalmarktkommunikation rät Zülch den österreichischen Unternehmen, sich auf einige besonders relevante Bereiche zu konzentrieren, die für Investoren und Analysten besonders wichtig sind. Hierzu zählen ihm zufolge die Erläuterung des Wertmanagements und der Corporate Governance Struktur sowie ein ausführlicher Chancen-, Risiko- und Prognosebericht. Würden die österreichischen Unternehmen in diesen Bereichen zulegen, prophezeit der Kapitalmarktexperte den Unternehmen positive Ergebnisse – nicht nur im Wettbewerb, sondern auch am Kapitalmarkt selbst. „Österreich hat in den vergangenen Jahren immer wieder überrascht. Vielleicht überrascht es noch einmal – Positiv!“

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